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Dezember 2018

 

Fa­ta­le Mus­kel­spie­le

 

Bei al­lem Ver­ständ­nis für po­li­ti­sche Mus­kel­spie­le, so geht es nicht. Mit der knapps­ten al­ler denk­ba­ren Mehr­hei­ten ha­ben FWG, CDU und ih­re Ver­bün­de­ten das städ­ti­sche Ju­gend­amt mal eben auf die Gas­se ge­kehrt. Die OB, so lau­tet der Be­schluss, soll in Mainz um „Ent­bin­dung“ von der Auf­ga­be der Ju­gend­hil­fe er­su­chen. Land­rä­tin Bet­ti­na Di­ckes kann den gan­zen teu­ren La­den ja dann mit der Schub­kar­re ab­ho­len und in ih­re bra­chi­al ver­schul­de­te Kreis­ver­wal­tung in­te­grie­ren. Viel Spaß! Gab es da­zu ei­ne De­bat­te im städ­ti­schen Ju­gend­hil­fe­aus­schuss? Lie­gen Be­rech­nungs­mo­del­le über die viel ge­prie­se­nen Spar-Ef­fek­te vor? Wur­den bi­la­te­ra­le Ge­sprä­che mit dem Kreis über das kom­ple­xe The­ma ge­führt? Wur­de auf Lan­des­ebe­ne – wo die Ent­schei­dungs­ho­heit liegt – an­ge­fragt, wie man die Fra­ge dort be­wer­tet? Es ist kaum zu fas­sen, aber die Ant­wort auf all die­se Fra­gen lau­tet: Nein! Egal, es war Don­ners­tag­abend, Stadt­rat in Bad Kreuz­nach, es roch nach ei­ner Stim­me Mehr­heit ge­gen das Lie­blings­kind der OB. Da zieht man so ei­ne Ab­stim­mung eben mal durch. Das ist rück­sichts­lo­se Halb­star­ken-Po­li­tik. Man kann über die Fra­ge, wo die Ju­gend­hil­fe an­ge­sie­delt sein soll, na­tür­lich ge­teil­ter Mei­nung sein, aber dann doch bit­te auf Ba­sis von Fak­ten. Wenn nur ein ein­zi­ger qua­li­fi­zier­ter Mit­ar­bei­ter des städ­ti­schen Ju­gend­am­tes die­sen po­li­ti­schen Schlag ins Ge­sicht zum An­lass nimmt, sich aus Bad Kreuz­nach weg­zu­be­wer­ben, dann hät­te die­ses ver­ant­wor­tungs­lo­se Stück­chen Macht­de­mon­stra­ti­on schon ei­nen kon­kre­ten Scha­den ver­ur­sacht.

 

Kommentar aus der Lokalzeitung  zum Stadt­rat  Bad Kreuznach

 

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